Preisträgerin 2014 | Sara Möbius, Zeichnung
       
 
   
 
  

Sommeratelier 2014

Die diesjährige Förderpreisträgerin der Stadt Stadtlohn ist die 1985 in Halle/Saale geborene Künstlerin Sara Möbius. Sara Möbius studierte von 2006 bis 2012 in der Grafikklasse von Prof. Thomas Rug an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Seit 2012 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig.

Zu Beginn des diesjährigen Sommerateliers stellt sich die Preisträgerin mit einer Auswahl von Werken aus Ihrem bisherigen künstlerischen Schaffen vor. Die Ausstellung wird am Freitag, 16. Mai, 19:00 Uhr im Rathaus der Stadt Stadtlohn von Bürgermeister Helmut Könning eröffnet. Bis zum 13. Juni kann die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Eine Einführung in die Ausstellung gibt der Kurator Dr. Hans-Jürgen Lechtreck, Essen.

In ihren häufig sehr großformatigen Kohle- und Kreidezeichnungen stellt Sara Möbius dem Betrachter Motive und Strukturen vor Augen, die auf Landschaftseindrücke und genaue Naturbeobachtung zurückgehen bzw. diesen Anschein erwecken. Kräftige Schwarz-Weiß-Kontraste formulieren Ausschnitte aus Waldungen und Details von Baumrinden oder den Sägekanten gefällter Bäume. Was sich derart benennen lässt, wird jedoch zugleich auch in Frage gestellt, dem Blick und dem vorschnellen Verständnis entzogen: Die bildliche Darstellung wird von großen Leerstellen unterbrochen, wenn nicht gar als „ästhetische Illusion“ entlarvt, und setzt dem Betrachter die Substanz dessen vor die Nase, was er zu sehen meint: Papier und den Abrieb von Kohle- und Kreidestiften.

Manche der Begriffe, mit denen Sara Möbius ihre Arbeiten betitelt, tun ein Weiteres, um die Vertraulichkeit mit dem Sujet Natur und Landschaft in Frage zu stellen und – in Entsprechung der leer gelassenen Flächen – für gänzlich neue Erfahrungen zu öffnen. Neuere Zeichnungen wie Geäst oder Schneedecke lösen tatsächlich nur vordergründig und auf den ersten Blick ein, was im Titel angesprochen wird. Und die ebenfalls in den letzten zwei Jahren entstandenen Blätter Der Gefallene und Versteck provozieren sogar mit ihren Anspielungen auf menschliches Empfinden und Handeln eine Suche nach „weiteren“ Spuren einer in den jeweiligen Arbeiten verborgenen Geschichte.


 

 

 
 
 

KipKom Werbeagentur, Stadtlohn © 2009 | www.kipkom.de